Perfektes Wetter für den großen Tag. Großartig-grauer Himmel und eine ansprechende Menge Regen. Was sollte man sich sonst für den Schottland-Test erhoffen?

Exakt in dem Moment als ich den Packvorgang abgeschlossen hatte, begann es richtig zu schütten. Ich muss zugeben, dass ich den Start der Reise noch etwas hinauszögerte. Nach ungefähr einer Viertelstunde wurde der Regen leichter und es ging los. Tatsächlich hat der Trip mit dem Regen zu Beginn zum Spaß etwas beigetragen. Allerdings hat es vermutlich geholfen, dass es nach einer guten Stunde recht schön wurde und die Sonne auf mich herunterlächelte.

Ich fuhr also nach Geldern, ungefähr 55 km nord-westlich von Düsseldorf. Die Tour ist grundsätzlich sehr einfach, da sie ungefähr so flach wie ein Billardtisch ist. Dennoch war der Weg lang genug, um einen echten Test für das Packverfahren darzustellen. Um es kurz zu machen (und es ist ehrlich gesagt besser, die Beschreibung der Strecke zu kürzen, denn sie war nicht nur flach, sondern auch recht langweilig): Test bestanden!

Auf den ersten Kilometern hatte ich noch den Eindruck, dass das Rad etwas instabil war und unter mir hin- und hereierte. Aber dann habe ich mich daran gewöhnt und der Rest der Fahrt war ganz komfortabel. Als ich in Geldern ankam habe ich nochmal nachgeschaut, wo ich die Nacht verbringen könnte. Ich habe dann einen Campingplatz gefunden, der a) nur ein paar Kilometer von mir und b) vom Golfclub Issum entfernt war. Also bin ich zum Campingplatz gefahren, habe das Zelt aufgebaut und bin dann zurück zum Golfclub gefahren, um ein Häppchen zu essen und ein paar Loch zu spielen. Nach nur vier Löchern wurde ich allerdings sehr müde und entschied, dass der Tag zu Ende war. Mit dem Umweg nach Issum war der Trip dann insgesamt doch fast 80 km lang, so dass es nicht wirklich eine Überraschung war, dass ich nahezu sofort in den Schlaf fiel.

Nach einer erholsamen Nacht wachte ich auf und einmal mehr kam eines meiner zahlreichen Talente zum Vorschein: Den Kauf von Dingen mit dem vollkommen falschen Anschluss. Das hat schon so oft mit Kabeln, Schrauben und Kaffeefiltern geklappt und dieses Mal hat es auf wundersame Weise mit der Gaskartusche für den Campingkocher nicht funktioniert. Also wohl keinen Kaffee für mich.

Ich packte meine Sachen, was samt Zelt ungefähr 40 Minuten dauerte und machte mich dann auf den ca. 45 Minuten langen Weg nach Schloss Haag. Etwas wurde sehr deutlich: Es braucht viel mehr Zeit zum Golf aufzubrechen, als wenn man nur das Bag in den Kofferraum werfen muss. In Schloss Haag habe ich eine nette Runde Golf gespielt, nach dem Spiel gab es eine gehaltvolles Mittagessen im Clubhaus und gerade, als ich mich auf den Weg machte - nun, es begann wieder zu regnen. Dieses Mal hat es die halbe Rückfahrt angedauert. Schottland, ich komme!

Kommentare   

#3 Ragnar 2018-08-07 09:12
Lieber Heiko, ich wünsche dir eine sehr schöne Reise, mit vielen neuen Eindrücken und vor allem Erfahrungen. Lass die Seele baumeln und genieße jeden Tag. Natürlich wünsche ich dir auch die richtigen Bedingungen wie gutes Wetter und viele nette Menschen auf deinem Weg. Alles Gute, komm gesund wieder und dann schauen wir was wir gemeinsam bewegen können. ;-)
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#2 Thomas 2018-08-07 06:45
Lieber Heiko, ich wünsche Dir ganz viel Spaß auf Deiner Reise und das Du zu Dir findest :-). Vor ein paar Jahren hat ein ehemaliger Chef und Freund von mir die Zentraleuropa Küstentour gemacht und das hier (https://cuxstanbul.blogspot.com/) verewigt. Eure beider Strecken sind zwar disjunkt und er hat auch kein Golf gespielt, vielleicht findest Du aber doch eine Anregung oder eine Unterkunft auf Deinem Weg nach Scottland :lol:
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#1 Luis 2018-08-03 16:38
Lieber Heiko, Dein erster Trip hört sich sehr spannend an. Ich werde Deine Reiseberichte bestimmt lesen. Ich wünsche Dir noch eine gute Vorbereitung und vor allem großartige Zeit bei Deinem Projekt. Saludos de Andalucia Luis
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